V.

Krise und Erneuerung

Die Sammlungen des Archäologischen Instituts seit dem Zweiten Weltkrieg

1945 wurde das Gebäude am Nikolausberger Weg von der Britischen Rheinarmee beschlagnahmt und als Kunstakademie für Militärangehörige genutzt. Auch nach der Rückkehr des nun von Rudolf Horn (1903–1984) geleiteten Archäologischen Instituts in seine angestammten Räume wurden die Sammlungen eher vernachlässigt. Das Münzkabinett, für das noch während des Krieges zwei wichtige Privatsammlungen angekauft worden waren, wurde durch Diebstähle dezimiert.

Dieser krisenhafte Zustand änderte sich, als 1967 die Stelle eines eigenen Kustos für die Sammlungen eingerichtet und mit Christof Boehringer besetzt wurde. Er sorgte nicht nur für eine sichere Unterbringung der Münzen, sondern nahm auch – erstmals seit 1860 – wieder deren systematische Katalogisierung in Angriff. Der inzwischen recht angestaubt wirkenden Sammlung der Gipsabgüsse gab er ein völlig neues Gesicht: Alle Abgüsse wurden gereinigt und in strahlendem Weiß auf weißen Sockeln vor starkfarbigen Wänden neu aufgestellt.

Mit der Berufung von Paul Zanker 1972 rückte die Gipssammlung auch wissenschaftlich wieder ganz nach vorne. Für seine Forschungen zum römischen Herrscherportrait und zum antiken Kopienwesen erwarb Zanker zahlreiche neue Abgüsse und demonstrierte damit deren großen Nutzen für die archäologische Forschung.

Sein Nachfolger Klaus Fittschen (ab 1976) sorgte für die Publikation eines vollständigen Katalogs der Abguss-Sammlung, die er besonders im Portraitbereich stark erweiterte, und konnte neue Ausstellungsräume hinzugewinnen. 1979 holte er die Skulpturensammlung Wallmoden als Dauerleihgabe an das Göttinger Institut, wo sie bis 2023 verblieb.

Auch unter der Leitung von Marianne Bergmann ab 1990 und Johannes Bergemann (seit 2009) konnte die Sammlung der Gipsabgüsse um wichtige Neuerwerbungen bereichert werden. Eine immer größere Rolle spielt nun die digitale Erschließung der Sammlungen für eine weltweite Öffentlichkeit: die der Gipsabgüsse im „Virtuellen AntikenMuseum“ (VIAMUS) und die der Münzen im Verbundprojekt KENOM.

Die Wiederentdeckung der Gipsabgüsse

1972 wurde Paul Zanker nach Göttingen berufen. Während seiner kurzen, aber sehr fruchtbaren Wirkungszeit als Institutsdirektor zeigte der junge Archäologe durch bahnbrechende Untersuchungen zum Portrait des Augustus, wie unentbehrlich Abgüsse für die archäologische Forschung sind. Für seine wissen-schaftlichen Projekte erwarb er gezielt viele neue Stücke, die er auch intensiv für die Lehre nutzte.

Als Zanker 1976 einem Ruf nach München folgte, begann er dort sogleich mit dem Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Abguss-Sammlung. Sie gehört heute zu den größten in Deutschland.

Abguss eines Bildnisses des Octavian

Original in Rom, Kapitolinisches Museum Abformung nach einem von
P. Zanker erworbenen Abguss

Das Bildnis zeigt Octavian im sogenannten Actium-Typus, vor seiner Verwandlung in den Friedenskaiser Augustus. 1973 veröffentlichte Paul Zanker in Göttingen eine grundlegende Studie zu diesem Bildnistypus, die der Erforschung römischer Portraits neue Wege wies. Abgüsse spielten eine wichtige Rolle als Studienmaterial für diese und nachfolgende Untersuchungen.

Abguss eines Bildnisses des Augustus

Original in Rom, Konservatorenpalast Abformung nach einem von
P. Zanker erworbenen Abguss

Obwohl der separat gearbeitete Hinterkopf nicht erhalten ist, lässt sich das Bildnis anhand der charakteristischen Anordnung der Stirnlocken (‚Gabel‘ und ‚Zange‘) eindeutig dem Haupt- oder Prima-Porta-Typus des Augustusportraits zuweisen. Mit über 150 erhaltenen Exemplaren ist es der bei weitem am häufigsten bezeugte Portraittypus des Augustus.

Abguss eines Bildnisses des Augustus

Original in Rom, Kapitolinisches Museum Abformung nach einem von
P. Zanker erworbenen Abguss
Der als Nebentypus (auch Typus Forbes) bezeichnete Portraittypus wurde von Zanker als spätester seiner drei Typen des Augustusbildnisses angesehen. Die neuere Forschung tendiert dazu, mehr Bildnistypen des Kaisers anzunehmen. Das zur Seite gekämmte Stirnhaar erinnert noch an den
Actium-Typus, doch ist der Gesamtausdruck wesentlich ruhiger, passend zum Ehrennamen Augustus, „der Erhabene“.

Abguss eines Bildnisses des Augustus

Original in Boston, Museum of Fine Arts Abformung nach einem von
P. Zanker erworbenen Abguss

Neben sehr genauen Kopien der einzelnen Typen des offiziellen Kaiserportraits gab es – vor allem in der griechisch geprägten Osthälfte des Römischen Reiches – auch Variationen, die deutlich vom Urbild abwichen. Nur bei genauer Betrachtung der Stirnlocken gibt sich dieses Bildnis mit seiner lockigen Frisur und seiner harmonisch gerundeten Gesichtsform als Portrait des Augustus im Prima-Porta-Typus zu erkennen.

Die Sammlung Wallmoden in Göttingen

1979 gelang es Klaus Fittschen, die seit 1765 entstan-dene Skulpturensammlung des Grafen Wallmoden als Dauerleihgabe des Prinzen von Hannover nach Göttingen zu holen. 55 größtenteils römische Original-werke wurden in diesem Ausstellungsraum der Öffent-lichkeit präsentiert. Dazu erschien bereits 1979 ein Ausstellungsführer, dem 2015 ein ausführlicher wissen-schaftlicher Katalog folgte.

Für die archäologische Ausbildung war die Sammlung ein hervorragendes Arbeitsinstrument. Doch 2023 hat der heutige Besitzer den Leihvertrag gekündigt und die Sammlung an einen unbekannten Ort abtransportieren lassen.

Glücklicherweise konnten von vielen Skulpturen noch Abgüsse hergestellt werden. Die Originale können sie aber nur teilweise ersetzen.

Abguss der sogenannten Knöchelspielerin

Original in der Sammlung Wallmoden Römische Kopie nach Vorbild des späten 3. Jhs. v. Chr. Geschenk des Grafen Wallmoden an Heyne 1781

Die Statue wurde 1765 während Wallmodens Aufenthalt in Rom in den sogenannten Gärten des Sallust zusammen mit einer gleichartigen Statue gefunden (heute im Britischen Museum). Von Bartolomeo Cavaceppi wurde sie meisterhaft ergänzt. Der abgelegte Bogen lässt vermuten, dass eine Nymphe, eine Begleiterin der Jagdgöttin Artemis, dargestellt ist. Vergleichbare Statuen zeigen das Mädchen mit Tierknöchelchen würfelnd, daher die Bezeichnung ‚Knöchelspielerin’.

Abguss der Gruppe von Perseus und Andromeda

Original in der Sammlung Wallmoden
Römische Kopie nach Vorbild des 1. Jhs. v. Chr.
Erworben 1862 aus Hannover
Sammlung der Gipsabgüsse, Inv.-Nr. A 487
Die mythologische Gruppe war zur Zeit von Graf Wallmoden eines der Glanzstücke der Sammlung. Sie wurde in Rom im Amphitheatrum Castrense gefunden und 1767 von Wallmoden erworben. Dargestellt ist die äthiopische Königstochter Andromeda, die an einen Felsen gefesselt einem Seeungeheuer geopfert werden soll, und der Held Perseus, der mit Hilfe des Medusenhauptes und dessen versteinernder Wirkung die Bestie tötet und Andromeda befreit.

Abguss der Statue eines Knaben mit Traube

Original in der Sammlung Wallmoden
1. Jahrhundert n. Chr.
Geschenk des Grafen Wallmoden an Heyne 1781
Sammlung der Gipsabgüsse, Inv.-Nr. A 576
Der Torso einer Kinderfigur wurde von dem Bildhauer Giuseppe Angelini geschickt ergänzt. Er verband ihn mit einem nicht zu-gehörigen römischen Portraitkopf und fügte die Beine mit dem Felsen hinzu. In seiner ursprünglichen Form saß der Knabe auf dem Erdboden und versuchte seine Trauben vor einem herannahenden Tier zu schützen.

Abguss einer Statuette des Dionysos

Original in der Sammlung Wallmoden
Um 200 n. Chr.
2023 von Jorun Ruppel abgeformt

Der kleine Panther zu seinen Füßen und der üppige Kranz aus Efeu- und Weinblättern kennzeichnen Dionysos, den Gott des Weines. Die zarten und knabenhaften, ein wenig fülligen Körperformen sind eine beliebte Darstellungsform des Gottes, passend zu seiner schwelgerischen und genussvollen Lebensweise.
Die 1766 in Rom gefundene Statuette weist moderne, aber z. T. unrichtige Ergänzungen auf. Sie können anhand ähnlicher Darstellungen korrigiert werden: demnach hielt der Gott wahrscheinlich in der gesenkten Rechten ein zweihenkliges Trinkgefäß und in der Linken einen Thyrsosstab, typische Attribute des Dionysos.

Abguss eines Bildnisses des Titus

Original in der Sammlung Wallmoden
Um 55 und um 75 n. Chr.
1985 von Edwin Funk abgeformt
Im Zuge der „damnatio memoriae“, der Tilgung des Andenkens eines geächteten Kaisers, wurde hier aus einem Porträt des Nero (reg. 54–68 n. Chr.) das Antlitz des Titus herausgearbeitet. Erkennbar ist dies an der unverändert belassenen Strähnen- frisur Neros am Hinterkopf und den unsorgfältig abgemeißelten Koteletten. Der Kopf bildete den Ausgangspunkt für die grundlegende Erforschung umgearbeiteter römischer Kaiserportraits durch Paul Zanker und Marianne Bergmann 1981. (Vgl. auch den ‚Doppelkopf‘ am Ende des Rundgangs.)

Rekonstruktionen griechischer Bildnisstatuen

Die Renaissance des Mediums Gipsabguss als Forschungs- und Lehrmittel, die Paul Zanker eingeleitet hatte, erlebte in der Amtszeit seines Nachfolgers Klaus Fittschen (1976–1989) noch eine Steigerung. Hunderte von neuen Gipsabgüssen, vor allem von griechischen und römischen Portraits, wurden durch Kauf oder Tausch erworben.

Rekonstruktion eines umgearbeiteten Kaiserportraits

Angefertigt im Archäologischen Institut der Universität Kiel
Erworben im September 2023
Sammlung der Gipsabgüsse, Inv.-Nr. A 1877

Die neueste Erwerbung der Sammlung der Gipsabgüsse ist eine wertvolle Bereicherung des von Paul Zanker 1972 begründeten Sammlungsschwerpunkts zum römischen Portrait. Die Rekonstruktion veranschaulicht das wichtige Phänomen der Umarbeitung von Kaiserportraits: Aus einem Portrait des Antoninus Pius (reg. 138–154) wurde ein Bildnis des Septimius Severus (reg. 193–211).

Internationale Bekanntheit erlangten die von Fittschen zusammen mit Restaurator Edwin Funk in der Gipssammlung realisierten Rekonstruktionen griechischer Bildnisstatuen, besonders die des Komödiendichters Menander und des Philosophen Epikur. Durch Zusammenfügung von Abgüssen unterschiedlicher römischer Kopien wurden die verlorenen Originalstatuen wieder erfahrbar gemacht – dreidimensional und in ursprünglicher Größe.

Abguss einer Statue des Menander

Original in Neapel, Archäologisches Nationalmuseum

Während über 70 Kopfkopien des Menander-Portraits bekannt sind, wurden bislang nur 7 Kopien der ganzen Statue gefunden. Bei allen fehlt der Kopf, weshalb die Deutung lange unklar blieb. Erst der Vergleich mit der nebenstehenden Büste in Venedig hat das Rätsel gelöst. Der identische Verlauf der Gewandfalten am Oberkörper beweist, dass es sich um Kopien derselben griechischen Bildnisstatue handelt. Dass der Komödiendichter Menander dargestellt ist, belegt eine mit Inschrift versehene Miniaturbüste im Getty Museum in Malibu (Kalifornien).

Rekonstruktion der Portraitstatue des Menander

Angefertigt 1987/1989 durch E. Funk (Statue) und H. Kempf (Basis)

Die Rekonstruktion der Statue wurde 1987 unter wissenschaftlicher Leitung von Klaus Fittschen vom damaligen Restaurator des Göttinger Archäologischen Instituts Edwin Funk aus Zweitexemplaren der beiden nebenstehenden Gipsabgüsse angefertigt. Die Stuhlbeine wurden nach antiken Vorlagen frei ergänzt.
Die originale Basis in Athen wurde 1989 von Heinrich Kempf in Holz nachgebaut und durch Hinzufügung der fehlenden Teile vervollständigt. Sie zeigt auf der Vorderseite in großen Buchstaben den Namen des Dargestellten und unten in kleinerer Schrift die Signatur von Kephisodotos und Timarchos, den Söhnen des berühmten Bildhauers Praxiteles. Diese schufen kurz nach dem Tod des Dichters 291/290 v. Chr. die bronzene Statue, die ihm zu Ehren an seiner Hauptwirkungsstätte, dem Dionysostheater in Athen, aufgestellt wurde.

Abguss einer Büste des Menander

Original in Venedig, Seminario Patriarcale, aus Athen

Von den über 70 römischen Marmorkopien, die vom Kopf der Bildnisstatue des Menander bekannt sind, ist diese eine der wichtigsten, denn sie zeigt außer dem Kopf auch Teile der
Kleidung. Die Falten des Untergewands und des von der linken Schulter herabhängenden Mantels sind so exakt kopiert, dass sich die Büste nahezu fugenlos in den nebenstehenden Torso einfügen ließ.

Klaus Fittschens Rekonstruktion der Portraitstatue des Komödiendichters Menander ist mittlerweile zu einem archäologischen ‚Klassiker‘ geworden. Zahlreiche Sammlungen im In- und Ausland haben sich in Göttingen weitere Exemplare dieser Rekonstruktion anfertigen lassen. Besonders spektakulär war 2003 die Bestellung eines Exemplars durch die griechische Antikenbehörde. Es diente als Vorlage für die Herstellung einer Kunststein- Abformung, die im Dionysostheater in Athen aufgestellt wurde – auf der antiken Marmorbasis der originalen Bronzestatue des Menander. Während die Statue irgendwann geraubt und eingeschmolzen wurde, hat sich die steinerne Basis erhalten und steht nach wie vor am Eingang des Theaters, in dem sie um 290 v. Chr. aufgestellt worden ist. Die Göttinger Rekonstruktion im Athener Dionysostheater.

Die Göttinger Rekonstruktion im Athener Dionysostheater.
Die Göttinger Rekonstruktion im Athener Dionysostheater.

Die Farbigkeit antiker Skulpturen

Antike Marmorskulpturen waren in der Regel farbig gefasst, doch hat sich die Bemalung nur selten erhalten. Um einen Eindruck von der ursprünglichen Wirkung zu erhalten, fertigte Kurt Müller schon in den 1920er Jahren in der Göttinger Sammlung Farbrekonstruktionen griechischer Reliefs an. Neuen Aufschwung erhielt dieser Forschungszweig, als 2011 die spektakuläre Wanderausstellung „Bunte Götter“ in den Räumen der Göttinger Abguss-Sammlung gezeigt wurde. In Zusammenarbeit mit den Initiatoren dieser international sehr erfolgreichen Ausstellung, Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann, erstellte die Instituts-Restauratorin Jorun Ruppel gemeinsam mit Studierenden zahlreiche neue Farbrekonstruktionen. Diese stützen sich auf aktuelle Forschungsergebnisse an den originalen Marmorskulpturen.

Farbrekonstruktion einer Diana-Statue aus Pompeji

Original in Neapel, Archäologisches Nationalmuseum 2018–20 erstellt von Jorun Ruppel und Nadja Kehe in Kooperation mit Ulrike Koch-Brinkmann
Bei ihrer Entdeckung 1760 war die Bemalung der Statue noch gut erhalten, ist aber seither fast ganz verloren gegangen. Alte Stiche und Beschreibungen sowie eine naturwissenschaftliche Untersuchung 2010 bildeten die Grundlage für diese Rekonstruktion. Verwendet wurden dafür Naturpigmente, angemischt mit Ei, Casein und Leinöl. Letzteres hat störende Flecken erzeugt, die nun beseitigt werden müssen.

Farbrekonstruktion des Ostfrieses vom Siphnierschatzhaus in Delphi

Angefertigt im Archäologischen Institut der Universität Kiel
Erworben im September 2023
Im Apollonheiligtum von Delphi wurden Reste von insgesamt 32 Schatzhäusern gefunden. Eines der prächtigsten unter ihnen ließen um 530 v. Chr. die Bürger der Kykladeninsel Siphnos errichten. Besonders gut erhalten ist der reliefgeschmückte Fries, der die Außenseite des Baus unterhalb des Daches rings umzog. Der Ostfries des Siphnierschatzhauses in Delphi hat nicht nur Überreste der einstigen Farbigkeit bewahrt, sondern trägt zudem auch zahlreiche Namensinschriften. Die erhaltenen Bemalungsspuren wurden unter anderem mit Hilfe von UV-Fluoriszenz, UV-Luminiszenz und UV-VIS-Absorptionsspektroskopie entschlüsselt, was es erlaubt, auch die exakten ursprünglichen Farbtöne zu bestimmen.

Die Digitalisierung der Sammlungen

Seit der Jahrtausendwende hat die Digitalisierung der Sammlungen im Archäologischen Institut vorrangige Bedeutung gewonnen. 2002–2004 konnte die Abguss-Sammlung mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Niedersachsen als Virtuelles AntikenMuseum (VIAMUS) vollständig online zugänglich gemacht werden. Die Münzsammlung wird seit 2012 im Rahmen des Verbundprojekts KENOM digitalisiert. Über 10.000 römische, aber auch griechische, byzantinische, islamische und russische Münzen aus dem Göttinger Münzkabinett können unter www.kenom.de in hochauflösenden Aufnahmen und mit allen wissenschaftlichen Daten abgerufen werden. Auch die Digitalisierung der Originalsammlung ist im Gange.

Die Abguss-Sammlung als kultureller Ort

Die Sammlung der Gipsabgüsse wird nicht nur für Forschung und Lehre genutzt, sondern ist jeden Sonntag von 11 bis 16 Uhr auch der Öffentlichkeit zugänglich. Schulklassen und andere Gruppen können sich auch zu anderen Zeiten führen lassen.
Darüber hinaus hat sich die Sammlung in den letzten Jahren auch zu einem Ort des Göttinger Konzert- und Theaterlebens entwickelt. Seit 2015 findet im Parthenonsaal die von Andreas Düker organisierte Konzertreihe ‚Saitenwechsel‘ statt.
Auch Theateraufführungen mit dem Göttinger Schauspieler Götz Lautenbach und eine vielbeachtete Inszenierung des Deutschen Theaters haben viele neue Besucherinnen und Besucher in die Sammlung geführt.