Sterbender Krieger aus dem Ostgiebel des Aphaiatempels, sog. Laomedon

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 60

Kurzbezeichnung:

Sterbender Krieger aus dem Ostgiebel des Aphaiatempels, sog.
Laomedon

Abguss

Breite Abguss:

1.84m

Höhe Abguss:

0.64m

Dicke Abguss:

0.53m

Material:

Gips

Bemerkung:

Mit Mitteln der Krupp-Körte-Stiftung erworbenAbguß mit den inzwischen wieder entfernten Ergänzungen

Bezugsdatum:

1913

Original

Name:

Sterbender Krieger aus dem Ostgiebel des Aphaiatempels,
sog. Laomedon

Material:

Marmor

Funktion:

Bauplastik

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Ergänzungen:

r. Bein, l. Hüfte, l. Zehen und vier Finger, Helmbusch,
Nasenschutz, Glied, Plinthe und Schwert

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Aigina

Datierung:

-0490 bis -0480

Epoche:

Strenger Stil

Aufbewahrung:

Land: Deutschland
Ort: München
Museum: Glyptothek
Inventarnummer: 85


Die Figur eines verwundeten Kriegers stammt aus dem Ostgiebel des Tempels der Aphaia, einer lokalen Gottheit Aeginas. Dargestellt war der erste Kriegszug griechischer Helden gegen TrojaSiedlung am Hellespont in der Türkei, in der Ilias belagert und zerstört, seit der Entdeckung durch Schliemann 1871 Ausgrabungen der verschiedenen Siedlungsphasen. An der Stelle, an der der tödliche Pfeil den Verwundeten in die Brust traf, ist nur noch ein Loch zu erkennen, da dieser Pfeil aus Bronze bestand und verloren ging. Der nackte Krieger ist bereits zu Boden gesunken und stützt sich auf seine Waffen − einen Schild und ein heute ebenfalls verlorenes Schwert. Im Vergleich dieser Figur mit einem Gefallenen aus dem älteren und stilistisch noch nicht so weit entwickelten Westgiebel zeigt sich anhand eines Baus die Entwicklung, die die griechische Plastik zwischen 500 und 480 v. Chr. genommen hat. Das „archaische Lächeln“ ist fast ganz verschwunden. Der Körper erstreckt sich freier im Raum, er scheint geradezu aus dem Giebel herauszufallen. Hand und rechter Fuß ragen über den Rand des Giebels heraus. Der Körper ist viel natürlicher durchgebildet, wie es z.B. besonders deutlich wird beim Vergleich der Brustkörbe. Die Figur, betrachtet man sie vom linken Fuß bis zur rechten Hand, ist geradezu in sich gedreht.