Sterbender Krieger aus dem Westgiebel des Aphaiatempels

Allgemeine Angaben

Inventarnummer:

A 66

Kurzbezeichnung:

Sterbender Krieger aus dem Westgiebel des Aphaiatempels

Abguss

Breite Abguss:

1.61m

Höhe Abguss:

0.47m

Dicke Abguss:

0.39m

Material:

Gips

Bemerkung:

Mit Mitteln der Krupp-Körte-Stiftung erworbenAbguß mit den alten Ergänzungen

Bezugsdatum:

1913

Original

Name:

Sterbender Krieger aus dem Westgiebel des
Aphaiatempels

Material:

Marmor

Funktion:

Bauplastik

Gattung:

Rundplastik

Untergattung:

Idealfigur

Ergänzungen:

r. Ellenbogen, r. Unterschenkel, Finger der l. Hand, Zehen,
Glied, Haar am rechten Ohr

Herkunft:

Land: Griechenland, Ort: Aigina

Datierung:

-0510 bis -0500

Epoche:

Archaik

Aufbewahrung:

Land: Deutschland
Ort: München
Museum: Glyptothek
Inventarnummer: 79


Im Westgiebel des Tempels der Aphaia von Aegina wird der berühmte Zug der Griechen gegen Troja geschildert, den Homer in der Ilias beschreibt. Der Gefallene stellt einen Verwundeten dar, der bereits auf dem Boden zusammengebrochen ist. Während er sich mit dem linken Arm auf dem Boden aufstützt, versucht er, sich mit der rechten Hand einen Pfeil aus der Brust zu ziehen. Der Pfeil bestand aus Bronze und ging ebenso wie weitere in Bronze gefertigte Details der Figur verloren. Nur Löcher im Brustbereich weisen auf diese Gegenstände hin. Die Figur zeigt im Vergleich mit dem Sterbenden aus dem stilistisch weiter entwickelten Ostgiebel deutliche Merkmale der späten Archaik. Befremdlich wirkt vor allem das heute unerklärlich wirkende „Archaische Lächeln“. Die Figur scheint gegenüber der geradezu in sich gedrehten Figur des Ostgiebels eindimensional. Sie erstreckt sich kaum in die Tiefe, ragt nicht über den Rand und erobert auch nicht den freien Raum. Auch der Körper ist anatomisch weit weniger korrekt dargestellt, wie es sich z. B. anhand des Brustkorbs zeigen lässt.